Eisenpfannen   leicht   gemacht

 

 

Tausendsassa Eisenpfanne

 

 

Geschmiedete Eisenpfannen sind auf allen Heizquellen ein echtes Multitalent. Es gibt kein Pfannenmaterial, dass Sie so vielseitig einsetzen können, außer vielleicht unbeschichtete Gusspfannen. Ob Elektroplatte, Ceranfeld, Gas, Induktion, der Backofen oder im Outdoorbereich Holzkohle oder Lagerfeuer, alles kein Thema. Versuchen Sie das bitte lieber nicht mit Ihren Pfannen mit Materialien bzw. Beschichtungen aus Teflon, Emaille, Keramik, Aluminium, Kupfer usw.

 

Eisenpfannen kennen nur drei " natürliche Feinde":

  • den Hochofen, die Esse, welche das Eisen zum schmelzen bringen,
  • ein tonnenschweres Gewicht, das die Pfannen verformen kann, wie z.B. ein Panzer,
  • den Menschen, der es leider immer wieder schafft, durch die Nichteinhaltung einiger weniger Grundregeln im Umgang mit den Eisenpfannen diese für die Küche unbrauchbar zu machen.

 Die "Nichteisenpfannenindustrie" hat es - aus meiner subjektiven Sicht und Meinung - bisher nicht geschafft, dieses Alleinstellungsmerkmal geschmiedeter Eisenpfannen in der Summe ihrer Eigenschaften zu erreichen. Auch nicht mit Millionensummen, die bisher in Forschung, Entwicklung und Marketing gesteckt wurden.

 

Wenn ich ein Unternehmen hätte, in dem etwas produziert würde, das jahrzehntelang hält und sogar " Gefahr" läuft, immer besser zu werden, würde ich eines machen: So schnell wie möglich ein Alternativprodukt entwickeln, welches nach möglichst kurzer Zeit eine Ersatzanschaffung zur Folge hat  - selbstverständlich mit den dazu passenden Studien,

Gutachten und Marketing-Kampagnen.  Dadurch wäre gewährleistet, dass eine konstante Nachfrage erzeugt wird, da das Produkt oft bereits nach wenigen Jahr ersetzt werden müsste. Um beim Pfannethema zu bleiben: Mögliche Gründe für einen Neukauf wären, dass z.B. die Beschichtung der Pfannen mehr und mehr verkratzt, sich bei hohen Herdtemperaturen das Material verzieht und dadurch die Pfannen unbrauchbar werden. Ein Stichwort hierzu wäre die geplante Obsoleszenz. In meinem Besitz befinden sich 2 Fischbratpfannen, Baujahr ca. 1900 - vielleicht wissen Sie jetzt, was ich damit sagen wollte...

 

Für mich gäbe es – aus Gewissensgründen - einen ganz entscheidenden Grund, als Hersteller auf eine Beschichtung mit Teflon zu verzichten, denn diese könnte meine Kundinnen und Kunden krank machen. Diese Gefahr entsteht durch das Ausgasen von chemischen Substanzen, die durch die Erwärmung der Beschichtung entstehen, nicht nur erst bei extrem hohen Temperaturen.

 

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat in der Vergangenheit bereits darauf reagiert und fordert bei der Herstellung von Teflon den Verzicht auf die umstrittene Chemikalie PFOA. Der Chemieriese DuPont® wurde - in diesem Zusammenhang – von der EPA bereits zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 16,5 Millionen US – Dollar verdonnert.

 

Wäre ich ein Berufskoch, würde ich mich vehement weigern, mit Teflonpfannen in der Küche zu arbeiten. Über Jahrzente an 6 Tagen in der Woche , täglich mehreren Stunden am Tag - mit der potenziellen Gefahr, schädliche Gase einatmen zu müssen? Aber das machen sie nur noch selten in Ihren Gastroküchen, schon mal - leider - eher werbewirksam im TV...

 

Vielleicht denken Sie bei ihrem nächsten Pfannenkauf etwas bewusster über die Wahl des Pfannenmaterials Ihres Vertrauens nach. Ich hätte da schon eine Idee... das Leben ist für schlechte Pfannen viel zu kurz...